Die Welpen der Hofjäger's

Zum D-Wurf

Kleine Welpen können nur durch Erfahrungen, ob negativ oder positiv, lernen. Wie oft muß man leider miterleben, daß die kleinen Welpen in einem Stall mit hohen Wänden, wenig Tageslicht und vor allem wenig Menschenkontakt isoliert aufwachsen. Viele Züchter meinen, daß man so umgeht, das Krankheiten oder andere schädliche Einflüsse übertragen werden könnten. Aber nur ein Hund, der sich mit Viren oder Bakterien und anderen Lebenseinflüssen auseinandersetzen kann, hat auch die Chance, damit gut zu leben. Auch müssen die kleinen Vierbeiner, sobald sie laufen können, mit 3 oder 4 Wochen hinaus und die Natur erkunden. - Egal - ob es im Winter, im Sommer, ob es regnet, schneit oder ob die Sonne scheint. Nur so werden sie abgehärtet und können für ihr künftiges Familien- aber auch Jagdhundeleben wichtige Eindrücke gewinnen.

"Adam und Alf"

Ich persönlich lege allerhöchsten Wert darauf, daß meine Welpen in den ersten drei Wochen direkt in meiner Nähe und in Nähe der Mutterhündin sind. So kann ich kontrollieren, ob sie genug Muttermilch zu sich nehmen oder ob sie sonst fit sind. So habe ich sie immer unter Kontrolle und bemerke jede negative oder positive Veränderung an ihnen. Die Welpen wohnen in den ersten Lebenswochen in meiner Küche, mit Ihnen natürlich die Mutterhündin. Hier finden sie gleich den engen Kontakt zum Menschen und der häuslichen Umgebung.

"Gregor mit Amelie"

Wenn sie dann 4 Wochen alt sind, laufen können und selber fressen, ziehen sie um in den Stall. Hier lernen sie alle andere Tiere, wie Kühe, Pferde und Schweine kennen. Sie haben einen großen Auslauf mit viel Stroh und vielen Spielsachen. Alle kleine Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, lieben Spielsachen, wie z. B. allte Schuhe und ausgediente Stofftiere.

"Entdeckungsreise"

Täglich angemessene Reviergänge mit Wasserpfützen und Gräben, hohem Gras und alles was sich sonst noch in der Natur findet, werden unternommen. Schon hier zeigt sich, wer der Kopfhund ist und welcher eher zurücksteckt. Auch in den ersten Lebenswochen zeigen die kleinen Hunde schon Rangverhalten und kämpfen jeweils ihre Positionen aus. Hier ist es wichtig, nicht gleich einzugreifen, auch wenn es einmal hoch hergeht. Ebenso, wenn sich die Mutterhündin einschaltet und ihnen "Gehorsam" beibiegt. Hier sollte der Mensch sich geflissentlich heraushalten. Denn der Instinkt der Mutterhündin, ob das Verhalten der Welpen richtig oder falsch ist, kann sie besser einschätzen als ich.

Großfamilie Düllmann im Revier 1992

Bisher habe ich über 100 Welpen aufgezogen. Mein erster Wurf bestand aus 15 Welpen. Alle 15 Welpen habe ich mit der Flasche aufgezogen und sie sind später sehr gute Jagdhunde geworden. Zu vielen der Hundebesitzer hege ich auch heute noch Kontakt. Danach kam ein Wurf mit 12 Welpen, dann einer mit 11. Der nächste mit 8. Dann einer mit 3 und der letzte Wurf mit 10 Welpen, die kleinen Hofjäger's. Mittlerweile habe ich nun 55 kleine Hofjäger gezüchtet. Alle gut drauf und vor allen Dingen sind alle Hofjäger's Besitzer sehr zufrieden mit ihren vierbeinigen Familienmitgliedern und ihren Jagdbegleitern. Ich habe bisher nur sehr gute Resonanz auf meine Welpen bekommen.

Nun planen wir den E-Wurf mit Curley-Sue als Mutter. Sie wird nun das 2. Mal Mutter und sie ist einfach wunderbar und erzieht ihre Welpen wunderbar. Eine perfekte Zuchthündin. Den Vater habe ich auch schon ausgesucht, Asko vom Sonnenkamp.

"Bosco von der Hofjagd", 6 Tage alt